Referenzen

Logistikzentrum Montan Hagen

DB Schenker Railion Montan setzt Maßstäbe: Auf 8.500 m² Lagerfläche mit einer Lagerkapazität von ca. 60.000 t, bei 1.300 variablen Bodenplätzen und 175 m Hallengleisen bietet DB Schenker Railion Montan das komplette Spektrum beginnend mit dem Direktumschlag, über die Ein- und Auslagerung, Kommissionierung bis hin zur Distribution per Schiene oder Lkw.

 

So ist das Unternehmen in der Lage noch flexibler auf die sensiblen Logistikprozesse der Montanindustrie zu reagieren und den Kunden logistische Komplettlösungen zu bieten. Nachfrageschwankungen können bedarfsgerecht und schnell ausgeglichen werden. Damit ergibt sich eine interessante Alternative vor allem für Montankunden mit begrenzten Lagerkapazitäten. Produktspezifischer Service, Zuverlässigkeit und Qualität (Zertifizierung nach DIN ISO 9002) sind dabei selbstverständlich. Zwei Kräne mit je 35 t Tragkraft sowie Magnet und Coilzange sind ebenso installiert wie Sensoren an Kran und Lastaufnahmemitteln, um die wertvollen Coils so schonend wie möglich zu behandeln. Coilgestelle aus Recyclingkunststoff tun ihr übriges. Das qualifizierte Fachpersonal ist fast rund um die Uhr erreichbar. Im Wege der proaktiven Information werden die Kunden umgehend über Unregelmäßigkeiten benachrichtigt. Zudem verfügt das Coillager über ein lückenloses Tracking and Tracing sowie über Schnittstellen- und Klimakontrollsysteme (Temperatur und Luftfeuchtigkeit) entlang der gesamten Logistikkette.

Eine automatisierte Lagerverwaltung mit Barcodeeinsatz sowie doppelte DV-Kreise und zwei unabhängige Kräne sind selbstverständlich. Durch modernste IT-Systeme, vom Lagerverwaltungssystem, über EDI und das Internet ist die Bahn überall und zu jeder Zeit in der Lage, mit ihren Kunden zu kommunizieren. Mehr noch, über das Internet können die Kunden unmittelbar Ihre Bestände und Vorgänge im Lager verfolgen; einfach per Mausklick und Passwort. Hochwertige Informationstechnologie sorgt dafür, dass binnen einer Stunde Abrufe aus dem Lager bearbeitet und auf den Weg gebracht werden können.

     

 

 

Optimales Hallenklima zur Lagerung von Stahl

Ein mit bis zu 30 Tonnen schweren Coils beladener Güterzug fährt in die Stahllagerhalle der Bahn in Hagen-Boele ein. Es ist Ende November mit einer Außentemperatur von -2°C. Die Coils werden mit dem Kran an ihren Lagerplatz gebracht. Normalerweise würde ein "Temperaturkondensator von 30 Tonnen Stahl jetzt schnell ins Schwitzen" kommen. Nicht so bei der Bahn! Eine moderne Hallenheizung und Lüftungsanlage von m+a verhindert die Kondenswasserbildung am Lagergut. Die im Dachbereich befindlichen Lüftungsrohre und Weitwurfdüsen ermöglichen eine gleichmäßige Dürchspülung der Lagerhalle mit behandelter Um- und Außenluft zur Einhaltung des gewünschten Hallenklimas.

Die Beheizung und Lüftung des Coillagers erfolgt mittels zweier, direkt beheizter Zuluftgeräte. Diese arbeiten jeweils mit einer konstanten Luftmenge von ca. 70.000 m³/h pro Gerät. Das System ermöglicht, in Verbindung mit einem modulierenden Gasbrenner die Zulufttemperatur bei konstanter Luftmenge unabhängig von der Außentemperatur konstant zu halten. Der energetisch positive Effekt hierbei ist die Ausnutzung der Kondensationswärme des im Abgas enthaltenen Wasserdampfes ähnlich der Brennwerttechnik. Hierzu kommt noch der energiesparende Effekt der Direktbeheizung ohne Transportverluste von Speichermedien wie zum Beispiel Dampf oder Wasser. Die Wärme wird nur dann erzeugt wenn sie gebraucht wird. Ein sehr schnelles Aufheizverhalten ist die Folge. Die zugfreie und gleichmäßige Luftverteilung wird durch genau einstellbare Weitwurfdüsen erzielt. Zur zusätzlichen Raumdurchspülung sind im Deckenbereich der Halle 20 Wärmerückführungslüfter installiert, welche nochmals die Temperaturschichtung in der Halle minimieren und damit den Brennstoffverbrauch weiter senken.

Drei Umluft-Torschleieranlagen verhindern das unkontrollierte Eindringen von feuchter und kalter Luft. Die Regelung der Anlage erfolgt automatisch. Als primäre Führungsgröße wird die Raumfeuchte gemessen. Diese wird mit dem Sollwert verglichen und gegebenenfalls durch Erhöhung der Außenluftrate oder der Raumtemperatur beeinflußt. Als untere Begrenzung der Raumtemperatur sind 15°C vorgesehen. Die Hygrostaten bzw. Temperaturfühler befinden sich im Lagerbereich und an der Außenseite der Zentralgeräte. Mit diesem System wird die Einhaltung der relativen Luftfeuchtigkeit von < 65% erreicht. Mittels einer Schnittstelle zum Computersystem der Bahn wird eine permanente Kontrolle und Qualitätsdokumentation der Raumluft möglich. Die Lösung basiert auf dem Prinzip der Luftbehandlung. Es wird nicht versucht, die Stahlcoils aufzuheizen, um das "Schwitzen" des Stahls zu vermeiden, sondern die Luft wird so aufbereitet, dass sie anfallende Feuchtigkeit vom Lagergut fernhalten kann. Um das Lager der Bahn möglichst wirtschaftlich betreiben zu können, werden die Coils übereinander gestapelt. Die Heizungs- und Lüftungsanlage von m+a erzeugt keine Schattenzonen. Auch die unteren Coils werden mit trockener Luft umspült. Eine "Schattenkorrosion" wird verhindert!


Technische Daten Hallenmaße

    Länge 175 m, Breite 45 m, Höhe 15m

System

  • 2 wetterfeste, direkt beheizte Warmluftsysteme in Außenaufstellung hinter der Halle, Betriebsart kondensierend Wärmeleistung / Luftleistung pro Gerät: 500 kW; 70.000 m³/h
  • 20 Deckenlüfter zur Wärmerückführung, Luftleistung pro Gerät: 8.400 m³/h
  • 3 Umluft-Torschleier für 3 Tore, Luftleistung pro Tor-Einheit: 17.400 m³/h